April 2026

Du bist ein Nazi. Und du weißt es.

Du sagst, du wählst nur aus Protest. Du sagst, du bist ja kein Nazi. Du sagst, der Begriff sei doch inflationär. Stimmt nicht. Stimmt nicht. Stimmt nicht. Seit dem 2. Mai 2025 ist die AfD vom Bundesamt für Verfassungsschutz gesichert rechtsextrem. Höcke ist gerichtsfest Faschist. In Potsdam wurde die Deportation von Millionen Menschen mit deutschem Pass besprochen. Hanau hatte neun Tote. Halle hatte zwei. Lübcke einen. Der NSU zehn. 1.488 rechte Gewalttaten allein 2024. Und neunzig Prozent aller AfD-Wähler:innen geben in Studien an, dass sie sich von dieser Partei "gut vertreten" fühlen. Du wusstest das. Du weißt das. Und du hast trotzdem das blaue Herz in deine Bio gesetzt, likest die Hetze, teilst die Memes und sagst beim Familienessen: "Aus Protest, ne." Schluss damit. Ab hier wird Tacheles geredet. Ab hier nennen wir die Dinge beim Namen. Ab hier hörst du auf, dich hinter Ausreden zu verstecken, die schon deine Urgroßeltern 1946 nicht mehr verkauft haben. Ein Text, der dich dort packt, wo du wirklich getroffen wirst: bei der Wahrheit über dich selbst. [Mehr lesen...]

Hope, die Titan und das Mittelmeer: Über die obszöne Frage, wer eigentlich rettenswert ist

Vor der Insel Poel werden gerade Hunderttausende Euro verbaggert, damit ein sterbender Buckelwal nicht in Ruhe sterben muss. Bezahlt von einem Mediamarkt-Mitgründer und einer Trabrennpferdebesitzerin, denen die Wissenschaft egal ist und die Eitelkeit alles. Drumherum hat sich ein Personalkarussell aus AfD-nahen Influencern, esoterischen Großbürgern und rechten Verschwörungserzählern gebildet, das den Wal als Bühne missbraucht. Im selben Jahrzehnt sind über dreißigtausend Menschen im Mittelmeer ertrunken, ohne dass eine einzige Pressekonferenz für sie einberufen wurde. Vor wenigen Jahren explodierte ein U-Boot voller Milliardäre und die halbe westliche Welt rückte aus. Dieser Beitrag erklärt, warum das kein Zufall ist und warum Mitgefühl ohne Klassenbewusstsein nichts als gut beleuchtete Heuchelei bleibt. [Mehr lesen...]

Souverän auf dem Papier, abhängig in der Praxis: Was der Bund meint, wenn er "digitale Souveränität" sagt

Der Bund schreibt digitale Souveränität in Strategien, aber kauft weiter bei Hyperscalern ein, die genau diese Souveränität unterlaufen. Dieser Text zerlegt den Widerspruch zwischen Open Source Vorrang auf dem Papier und Vergabepraxis im Alltag. Es geht um Macht über Infrastruktur, um demokratische Kontrolle und um die Frage, wessen Recht am Ende gilt. Wenn offene Standards nur mäßigen Einfluss haben, ist Souveränität ein Versprechen ohne Zähne.

Demokratie auf Abruf: Was der Umbau von „Demokratie leben!“ wirklich bedeutet

Mehr als 600 Projekte hängen am Programm „Demokratie leben!“, aber die Bundesregierung liefert den Träger*innen keine verlässliche Perspektive für 2027. Unsicherheit wird hier nicht verwaltet, sie wird politisch produziert. Was als Effizienz verkauft wird, trifft Beratungsstellen, Präventionsarbeit und lokale Schutzräume mitten ins Fundament. Während rechts außen stärker wird, sollen genau die Strukturen im Nebel planen, die Demokratie täglich verteidigen.

39 Prozent: Was in Sachsen-Anhalt wirklich auf dem Spiel steht

39 Prozent für eine als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei sind kein Betriebsunfall, sondern ein politischer Kipppunkt. In Sachsen-Anhalt geht es um mehr als Prozentwerte, es geht um Gerichte, Rundfunk, politische Bildung und die Sicherheit von Menschen, die nicht ins völkische Weltbild passen. Wer glaubt, ohne Regierungsbeteiligung sei alles halb so wild, unterschätzt die Macht einer Sperrminorität. Dieser Text ist eine Abrechnung mit der Normalisierung und ein Aufruf, sie nicht länger hinzunehmen.

Klimaschutz unter Wirtschaftsvorbehalt: Warum uns diese Formel teuer zu stehen kommt

Klimaschutz ja, aber bitte so, dass niemand mit Macht und Lobbydruck nervös wird: Genau diese Logik stand beim Petersberger Klimadialog 2026 auf der Bühne. Sie verkauft Verzögerung als Vernunft und nennt soziale Härten einen Kollateralschaden des Standorts. Der Text rechnet mit dieser Formel ab, mit Zahlen, mit Wut und mit der Frage, wer die Rechnung der politischen Bequemlichkeit bezahlt. Wenn Wettbewerbsfähigkeit zur Bedingung für Klimapolitik wird, ist das kein Kompromiss, sondern eine Prioritätenentscheidung gegen die, die am wenigsten ausweichen können.

Ungarn verliert. Das höchste Gericht Europas hat gesprochen.

Der EuGH hat Ungarns Anti-LGBTQ-Gesetz als diskriminierend und menschenwürdeverletzend verurteilt, und damit fällt der Kinderschutz-Vorwand in sich zusammen. Dieses Urteil markiert einen historischen Bruch, weil erstmals ein EU-Staat in einem Vertragsverletzungsverfahren wegen Verstoßes gegen Artikel 2 EUV verurteilt wurde. Fünf Jahre lang mussten queere Menschen in Ungarn die Folgen dieses Gesetzes tragen, während Europa prüfte und zögerte. Jetzt ist klar: Wer diese Rhetorik weiter benutzt, verteidigt keinen Schutz, sondern organisierten Rechtsbruch.

Das Atom-Comeback der AfD: Teuer, langsam und voller Atommüll

Die AfD verkauft das Atom Comeback als Pragmatismus und hofft, dass niemand nachrechnet. Genau da zerfällt die Erzählung: Atomkraft ist teurer als Erneuerbare, dauert zu lange fürs Klima und schafft neuen Müll für kommende Generationen. Der Text nimmt die zentralen AfD Behauptungen auseinander und legt die Zahlen auf den Tisch. Wer trotzdem von Vernunft spricht, verteidigt keine Lösung, sondern Nostalgie mit Risiko.

FediSuite: Real Analytics for Your Fediverse Accounts - Finally

Anyone who uses the Fediverse seriously knows the problem. You post every day, you engage, you watch the reactions — but a real picture of how your account is developing, which content works, and at what times your audience is most active remains invisible. Mastodon shows you a follower count. Pixelfed shows you likes. That's it. While Facebook and Instagram offer their users detailed dashboards with growth curves, engagement breakdowns, and concrete optimization suggestions, Fediverse users are left in the dark. For a long time, this was a blind spot that the Fediverse ecosystem simply accepted. FediSuite wants to change that. FediSuite is a free, fully open source social media management platform built from the ground up for the Fediverse, bringing real analytics to Fediverse accounts for the first time. Follower growth over time, engagement trends, best posting time heatmaps, hashtag performance, top posts, engagement breakdowns, and a tips engine that derives concrete, actionable recommendations from your own real data — instead of recycling generic advice from the internet. Add to that a smart composer with platform-specific rules, reliable scheduling, and the ability to manage up to thirteen different Fediverse platforms from a single interface. FediSuite is free to use, will stay free, and is fully open source under the GPL-3.0 license. Anyone who wants to can run the platform on their own server and retain full control over their data. In this article, I take a detailed look at FediSuite and explain why this tool fills a real gap in the Fediverse ecosystem. [Read more...]