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Einleitung

Neben meinem politischen und sozialen Engagement pflege ich ein breites Spektrum an Hobbys, das von Musik und Sport über Webentwicklung und Linux bis hin zu 3D-Druck, CNC-Fräsen und künstlicher Intelligenz reicht. Die meisten davon begleiten mich schon seit meiner Kindheit oder Jugend.

Als Kind habe ich Geige und Klavier gespielt, Leichtathletik und Schwimmen betrieben. Tanzen kam in der Schulzeit dazu. Mit etwa 17 begann mein Interesse an Computern und Webentwicklung, eine Begeisterung, die nie aufgehört hat und die ich schließlich zu meinem Beruf gemacht habe.

Im Folgenden beschreibe ich die verschiedenen Bereiche ausführlicher. Sie sind für mich keine getrennten Dinge, sondern hängen auf verschiedene Arten zusammen. Der Entdeckergeist, der mich antreibt, ist bei allen dabei.


1. Musik: Von der ersten Geige bis zu mehreren Instrumenten

Meine Liebe zur Musik begann in frühester Kindheit. Bereits mit vier Jahren hielt ich zum ersten Mal eine Geige in der Hand. Meine Adoptiveltern hatten das Gefühl, dass Musik eine bereichernde Aktivität für mich sein könnte, und unterstützten mich: Sie organisierten eine kindgerechte Geige, privaten Unterricht und einen Platz in der Musikschule. So erhielt ich eine fundierte musikalische Ausbildung, die von den Grundtechniken des Geigenspiels bis zum gemeinsamen Musizieren in Ensembles und Orchestern reichte.

Mit sechs Jahren kam das Klavier hinzu, was meine musikalische Bandbreite erweiterte. Ich fand Gefallen an den unterschiedlichen Ausdrucksformen: Die Geige berührte mich durch ihren emotionalen Klang, das Klavier ermöglichte mir das Spielen von Harmonien und das Erkunden komplizierterer musikalischer Strukturen.

Bis etwa zum 17. Lebensjahr spielte ich in großen Orchestern und trat bei Konzerten auf, oft in der Rolle der Ersten Geige. Diese Rolle verlangt nicht nur technisches Können, sondern auch ein Gespür für das Zusammenspiel des gesamten Ensembles. Das war eine Erfahrung, die mich geprägt hat.

Ab dem Alter von etwa 20 Jahren begann ich autodidaktisch weitere Instrumente zu lernen: Gitarre, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Jedes stellte mich vor andere Herausforderungen. Das Schlagzeug verlangte Timing, Rhythmusgefühl und Koordination. Die E-Gitarre eröffnete mir neue Klangwelten, von Rock bis Blues.

Seit etwa 30 Jahren mache ich nur noch selten aktiv Musik. Aber diese Leidenschaft ist ein Teil von mir geblieben. Meine Meistergeige und weitere Instrumente warten gut verstaut darauf, irgendwann wieder gespielt zu werden. Der Wunsch, sie wieder herauszuholen, ist nie ganz verschwunden.


2. Schwimmen: Eine große Liebe zum Wasser

Schon früh entdeckte ich meine Freude am Schwimmen. Vom Planschen im Kinderbecken bis zum Bahnenziehen fühlte ich mich im Wasser zu Hause. Bei jeder Gelegenheit suchte ich ein Schwimmbad auf, nutzte die Ferien für längere Aufenthalte an Seen oder im Meer. Das Tauchen faszinierte mich besonders. Die Stille unter Wasser, das Gefühl der Schwerelosigkeit, das Abtauchen in eine fremdartige Umgebung übt auf mich bis heute einen starken Reiz aus.

Schwimmen ist für mich auch deshalb wertvoll, weil es den gesamten Körper trainiert, ohne ihn zu überbelasten. Die meditative Komponente des gleichmäßigen Kraul- oder Brustschlags, die rhythmische Atmung: dabei macht der Kopf frei und es entsteht ein Gefühl von Ruhe.

Wann immer es meine Zeit erlaubt, gehe ich noch immer ins Wasser. Ob Hallen- oder Freibad, See oder Meer, dieses Element zieht mich nach wie vor an.


3. Leichtathletik: Hochsprung und Juniorenmeisterschaften

Mein sportlicher Werdegang begann etwa in der 7. Klasse mit dem Vierkampf, der die Disziplinen Hochsprung, Weitsprung, 100-Meter-Sprint und Kugelstoßen umfasst. Dieser Sport verlangte eine Mischung aus Explosivkraft, Technik und Ausdauer. Ich genoss die Abwechslung, die der Vierkampf bot.

Einer meiner größten sportlichen Erfolge war der zweite Platz bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Hochsprung. Der Hochsprung begeisterte mich besonders, nicht nur wegen der körperlichen Anforderungen, sondern auch wegen der mentalen Komponente: Anlauf, Absprung und Flugphase müssen präzise aufeinander abgestimmt sein.

Was meinen sportlichen Alltag damals prägte, war ein fester Trainingsplan, mehrmals die Woche auf dem Sportplatz, in der Sporthalle oder im Fitnessstudio. Dieses Engagement hat mir Disziplin und Durchhaltevermögen mitgegeben, das ich auch in anderen Bereichen meines Lebens eingesetzt habe.

Heute nehme ich nicht mehr an Wettkämpfen teil, aber die Erfahrungen aus dieser Zeit haben mich dauerhaft geprägt.


4. Tanzen: Eine Leidenschaft aus Schultagen

Während meiner Schulzeit, etwa ab der 8. Klasse, entdeckte ich das Tanzen für mich. Es gab Tanzkurse in Form von Schul-AGs oder Projekten. Damals wurde ich noch als Junge wahrgenommen und war deshalb oft als Tanzpartner gefragt.

Obwohl ich das Tanzen nie professionell betrieb, fand ich große Freude daran. Klassische Standard- und Lateintänze standen im Fokus: Walzer, Cha-Cha-Cha, Rumba, Tango, Foxtrott und mehr. Das Einüben neuer Schrittfolgen war für mich eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Besonders der Aspekt der nonverbalen Kommunikation, das Zusammenspiel im Takt der Musik, faszinierte mich.

Das Tanzen hatte für mich nie den gleichen Stellenwert wie Musik oder Leichtathletik, aber es ist ein gutes Stück meiner Schulzeit. Heute tanze ich eher selten. Wenn ich aber Musik höre, zu der ich früher die Schrittfolgen übte, werde ich manchmal nostalgisch.


5. Webentwicklung: Die Anfänge und das APBoard

Ein sehr bedeutendes Hobby, das schließlich zu meinem Beruf wurde, begann um 1998: Webentwicklung. Damals steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Mit HTML, CSS und ersten Schritten in JavaScript und PHP ließ sich schon einiges machen. Ich war fasziniert von den Möglichkeiten.

Schon bald entwickelte ich eigene Projekte, statt fertige Software zu nutzen. Eines meiner größten Projekte in dieser Zeit war das APBoard, ein Forensystem auf PHP-Basis. Um die Jahrtausendwende waren Foren das zentrale Medium für Online-Communities. Das APBoard wurde ein Erfolgsprojekt: flexibel konfigurierbar, mit einer aktiven Community, die sich gegenseitig bei Anpassungen half.

Ich habe in dieser Zeit viel gelernt: Serverkonfiguration, Datenbanken, Sicherheit, Code-Optimierung. Vor allem machte mir die kreative Arbeit Spaß, Probleme lösen und neue Herausforderungen angehen.

Um 2006 herum musste das Projekt eingestellt werden, aus Zeitgründen und weil sich das Internet weiterentwickelt hatte. Seit etwa 2022 arbeite ich an einer Neuauflage des APBoards mit aktuellen Technologien, aber in der Tradition des alten Community-Gedankens.


6. Linux und Open Source: Freiheit als Prinzip

Zeitgleich mit meinem Einstieg in die Webentwicklung entwickelte sich eine weitere Leidenschaft: Linux. In den späten 1990er-Jahren wurde Linux einem breiteren Publikum bekannt. Der Grundgedanke von Freiheit und Open Source hat mich sofort angesprochen. Bereits etwa 1998 begann ich, erste Distributionen auszuprobieren, darunter SuSE und Red Hat.

In den folgenden Jahren wurde ich immer experimentierfreudiger. Ich installierte Fedora, Debian, Gentoo, Arch Linux und sogar Linux from Scratch, und lernte dabei jedes Mal mehr über das Innenleben des Betriebssystems. Die Möglichkeit, den Code anzupassen und nach eigenen Wünschen zu konfigurieren, war für mich ein starker Antrieb.

Ab etwa 2000 oder 2001 machte ich Webentwicklung und Linux-Administration auch beruflich zu meinem Hauptbetätigungsfeld. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit Serveradministration unter Linux, schreibe Bash- und Python-Skripte zur Automatisierung und setze auf quelloffene Software, wann immer es möglich ist.

Was mich an Linux fasziniert, ist nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern die Ideale dahinter. Software sollte für alle zugänglich und anpassbar sein. Das deckt sich mit anderen Überzeugungen in meinem Leben, in denen Freiheit und Selbstbestimmung eine große Rolle spielen.

Heute nutze ich fast ausschließlich Ubuntu. Die Stabilität und der breite Community-Support passen gut zu meinen Anforderungen. Dennoch bin ich offen, neue Distributionen auszuprobieren, wenn ein Projekt es erfordert.


7. Raspberry Pi und Mikrocontroller

Seit etwa 2015 beschäftige ich mich mit Hardware-Aspekten der Computertechnik. Mit dem Aufkommen des Raspberry Pi öffneten sich für Bastelprojekte völlig neue Möglichkeiten. Zunächst nutzte ich ihn für einfache Projekte wie einen Mediacenter-PC oder einen kleinen Webserver. Doch schnell wollte ich mehr. Ich fing an, mit Sensoren zu experimentieren, kleine Displays anzubringen und die GPIO-Pins für Steuerungsaufgaben zu verwenden.

Dann kamen Mikrocontroller wie der ESP32 oder ESP8266 hinzu, die sich hervorragend für IoT-Anwendungen eignen. Ich programmierte Sensoren, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen und die Werte in Echtzeit an einen Server übermitteln. Ich lernte, wie man WLAN-fähige Mikrocontroller in heimische Netzwerke integriert.

In Workshops und Online-Communities tauschte ich mich mit Gleichgesinnten aus, lernte und gab meine Erfahrungen weiter. Mein Ansatz: Learning by doing. Durch Ausprobieren, Scheitern, Neuerfinden und Verbessern habe ich ein breites Wissen rund um Raspberry Pi und Mikrocontroller aufgebaut.


8. 3D-Druck: Vom Ender 3 bis zum selbstgebauten Wall-E

Seit etwa 2017 beschäftige ich mich mit großer Begeisterung mit dem 3D-Druck. Angefangen hat alles mit einem Creality Ender 3. Schon das Zusammenbauen des Bausatzes war spannend: Ich erkannte, wie der Drucker funktioniert, welche Mechaniken dahinterstecken und wie man die Software optimal konfiguriert.

Kurze Zeit später kam ein Ender 5 hinzu. Der 3D-Druck eröffnete mir eine neue kreative Dimension: Bauteile für Bastelprojekte entwerfen, Ersatzteile für kaputte Haushaltsgegenstände anfertigen, künstlerische Gegenstände gestalten.

Ein Highlight war der Nachbau von Wall-E im Jahr 2022. Komplett auf dem 3D-Drucker ausgedruckt, ausgestattet mit einem Raspberry Pi, einem Arduino und sieben Servomotoren, wurde daraus ein kleiner Roboter, der fahren, sprechen und auf Sprachbefehle reagieren kann, und sogar per Handy steuerbar ist. Um das zu realisieren, musste ich verschiedene Fähigkeiten vereinen: CAD-Konstruktion, Elektronik und Programmierung für Steuerung und Spracherkennung.

Ein Video dazu gibt es hier auf YouTube.

3D-Druck ist für mich mehr als ein Hobby. Ich experimentiere weiter mit neuen Filamenten, verbessere meine Drucker und teile meine Erfahrungen gerne weiter.


9. CNC-Fräsen: Selbstbauprojekte mit meiner Frau Michelle

2020 entdeckte ich gemeinsam mit meiner Frau Michelle eine neue Leidenschaft: den Bau und Betrieb von CNC-Fräsen. Ähnlich wie beim 3D-Druck geht es darum, digitale Entwürfe in reale Objekte umzusetzen, aber durch ein subtraktives Verfahren: Beim Fräsen wird Material abgetragen.

Zunächst bauten wir eine einfache CNC-Fräse aus einem Bausatz. Dann wuchs der Ehrgeiz, eine eigene, leistungsfähigere Maschine zu bauen. Das Ergebnis: Maschinen aus Holz, Metallteilen, Schrittmotoren und Steuerungselektronik, die präzise Gravuren und Schnitte ausführen können.

Ein Video dazu gibt es hier. Die Faszination liegt für mich in der Kombination aus Mechanik und Software. Ich plane die Werkstücke in CAD-Programmen, erstelle Fräswege und wähle die richtigen Einstellungen aus. Das CNC-Fräsen ist ein gemeinsames Projekt, das unsere Zeit bereichert und das Zuhause mit selbst hergestellten Stücken verschönert.


10. Smart Home: Das Haus automatisieren

Seit 2024 arbeite ich gemeinsam mit Michelle an der Automatisierung unseres Hauses. Als zentrale Plattform setzen wir auf Home Assistant, das verschiedenste Sensoren, Kameras und Aktoren miteinander verknüpft. Das Ziel ist mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz.

Sicherheitskameras, die sich per Raspberry Pi steuern lassen, sind ein Kernstück. Dazu kommen Sensoren auf Basis von ESP8266 und ESP32, die Temperatur, Bewegung oder Luftqualität messen. Digitale Thermostate regeln die Heizung bedarfsgerecht, smarte Lampen passen sich an Tageszeit und Anwesenheit an.

Das Zusammenfügen all dieser Komponenten erfordert Kenntnisse in Netzwerktechnik, Programmierung und Elektronik. Für mich symbolisiert ein selbst aufgebautes Smart Home Freiheit und Unabhängigkeit: Niemand ist auf teure Komplettlösungen angewiesen, wenn man mit Open-Source-Software und etwas technischem Wissen arbeitet.


11. Künstliche Intelligenz: ChatGPT, Claude, Copilot und lokale Modelle

In den letzten Jahren habe ich ein weiteres Interessengebiet entdeckt: künstliche Intelligenz. Ich nutze intensiv Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude, GitHub Copilot und weitere. Das ist für mich nicht nur technologisch spannend, sondern macht meinen Alltag spürbar effizienter.

Ich setze privat auf n8n-Workflows mit eingebundenen KI-Agenten, um E-Mails vorzusortieren, Zusammenfassungen zu erstellen und Termine zu verwalten. In der Linux-Administration und Webentwicklung nutze ich KI-Hilfen, um Syntaxfehler aufzuspüren oder Ansätze für komplexere Probleme zu bekommen.

Besonders interessiert mich die Möglichkeit, KI auch lokal zu betreiben. Modelle wie LLaMA und Ollama habe ich bereits getestet, um unabhängig von Cloud-Services zu arbeiten. Das passt zu meiner Überzeugung für Open-Source und Datenschutz.

Ich bin mir der ethischen und gesellschaftlichen Fragen bewusst, die KI aufwirft: Fragen nach Bias, Datenschutz und der Verantwortung bei automatisierten Entscheidungen. Trotzdem überwiegt bei mir die Neugier auf das, was noch möglich wird.


Fazit

Meine Hobbys sind so vielfältig wie mein Lebensweg: Musik von Kindesbeinen an, Sport, Tanzen und dann die langen Jahre der technischen Faszination, von Webentwicklung über Linux, Raspberry Pi und 3D-Druck bis zu Smart Home und KI. Sie alle hängen für mich zusammen durch die Freude am Entdecken, am Verstehen und am Selbermachen.

Was dabei bleibt: Ich höre nicht auf zu lernen, nicht auf zu fragen, und bin noch immer neugierig auf das, was ich noch nicht kenne. Diese Neugier war schon damals beim ersten Geigenton da, und sie ist heute beim Aufbau eines neuen KI-Workflows genauso lebendig.