Warum Christin nicht mehr da ist, wo du sie vielleicht gesucht hast
Es gibt Entscheidungen, die man trifft, weil man keine andere Wahl mehr sieht. Und es gibt Entscheidungen, die man trifft, weil man endlich klar genug hingeschaut hat, um die Konsequenzen zu ziehen. Der Abschied von Facebook, Youtube, Twitter, Instagram und WhatsApp war für Christin beides.
Die großen Plattformen des Silicon Valley sind keine neutralen Kommunikationsräume. Sie sind Infrastrukturen der Kontrolle, finanziert durch die systematische Auswertung privater Daten, gesteuert durch Algorithmen, die nicht Relevanz, sondern Empörung maximieren, und inzwischen fest verankert in den Händen von Personen mit explizit politischer Agenda. Was X unter Elon Musk geworden ist, was Meta mit den Daten von Milliarden Menschen tut, wie Inhalte von queeren Menschen, von Aktivistinnen, von kritischen Stimmen systematisch unterdrückt oder unsichtbar gemacht werden – das ist keine abstrakte Debatte über Medienpolitik. Das ist die Realität, in der Christin täglich arbeitet, schreibt und sich für die Rechte von trans und intergeschlechtlichen Menschen einsetzt.
Wer die Augen offen hält, sieht: Jede Stunde auf diesen Plattformen ist eine Stunde, in der man mit dem eigenen Verhalten und den eigenen Daten das System mitfinanziert, das die eigene Freiheit beschneidet. Das war der Punkt, an dem Christin entschieden hat, diesen Kreislauf zu verlassen.
Das bedeutet nicht den Rückzug aus der Öffentlichkeit. Es bedeutet das Gegenteil: einen Umzug in Räume, die niemandem gehören, außer ihren Nutzerinnen und Nutzern.
Das Fediverse – soziale Netzwerke, die dir gehören
Das Fediverse ist kein Nischenprodukt für Technik-Nerds. Es ist eine gewachsene, lebendige Gemeinschaft, die auf dem Prinzip der Dezentralisierung basiert: Keine einzelne Firma, kein einzelner Milliardär, kein einzelner Algorithmus bestimmt, was du siehst und was unsichtbar bleibt. Stattdessen verwalten unabhängige Betreiberinnen und Betreiber ihre eigenen Instanzen, die miteinander verbunden sind wie ein Netz aus souveränen Gemeinschaften.
Christin ist seit Jahren Teil dieses Netzes – und betreibt mit lsbt.me selbst eine Mastodon-Instanz für die LGBTQ+-Community, die als sicherer Raum für queere Menschen konzipiert ist. Das ist kein Hobby am Rand. Das ist gelebte digitale Souveränität.
Wo du Christin findest
Mastodon – statt Twitter / X
Mastodon ist das dezentrale, werbefreie und open-source-basierte Gegenstück zu Twitter. Kein Tracking, kein Algorithmus, der Aufmerksamkeit monetarisiert, kein Eigentümer mit politischer Agenda.
Christin ist auf ihrer eigenen Instanz lsbt.me aktiv – einer Mastodon-Instanz, die sie selbst für die queere Community betreibt.
lsbt.me – hier findest du Christins Profil und kannst ihr folgen, egal von welcher Mastodon-Instanz aus du selbst aktiv bist.
Christins Mastodon Profil: https://lsbt.me/@christin
Pixelfed – statt Instagram
Pixelfed ist das dezentrale Foto-Netzwerk des Fediverse. Es funktioniert ähnlich wie Instagram – ohne die Datenkrake dahinter. Keine Verhaltensprofile, keine endlose Werbung, keine algorithmische Manipulation des Feeds.
Christin ist auf der deutschen Instanz pixelfed.de zu finden.
pixelfed.de – folge Christin dort und sieh, was sie gerade bewegt.
Christins Pixelfed Profil: https://pixelfed.de/i/web/profile/494137845590229440
Peertube – statt Youtube
PeerTube ist das dezentrale, werbefreie Video-Netzwerk des Fediverse. Es funktioniert ähnlich wie YouTube – ohne Tracking, ohne Werbealgorithmen, die entscheiden, welche Inhalte sichtbar bleiben und welche still verschwinden. Keine Empfehlungsmaschine, die dich in Filterblasen zieht, kein Konzern, der von deinen Sehgewohnheiten profitiert.
Christin betreibt ihren Kanal auf makertube.net – einer PeerTube-Instanz für die Maker-Community.
makertube.net – schau vorbei und abonniere Christins Kanal direkt dort.
Christins Peertube Kanal: https://makertube.net/c/christin/videos
Friendica – statt Facebook
Friendica ist das dezentrale soziale Netzwerk des Fediverse, das sich am ehesten mit Facebook vergleichen lässt – mit langen Posts, Gruppen, Kommentarfäden und einem klassischen Timeline-Format. Der entscheidende Unterschied: keine Datenverwertung, kein Algorithmus, der emotionale Reaktionen züchtet, und kein Konzern, der über deine Sichtbarkeit entscheidet.
Christin ist auf der offenen Instanz opensocial.space aktiv.
friendica.opensocial.space – du kannst ihr dort folgen und in Kontakt treten, egal von welcher Fediverse-Instanz aus.
Chjristins Friendica Profil: https://friendica.opensocial.space/contact/679278/conversations
Signal – statt WhatsApp
WhatsApp gehört Meta. Und Meta weiß – auch ohne den Inhalt deiner Nachrichten zu lesen – mit wem du wann wie oft kommunizierst, in welchen Gruppen du bist, wie dein soziales Netzwerk aussieht. Aus diesen Metadaten lassen sich politische Einstellungen, Lebenssituationen und persönliche Verbindungen mit erschreckender Präzision ableiten.
Signal dagegen wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben, ist vollständig Open Source und speichert strukturell so gut wie nichts. Das ist keine Behauptung, das ist Architektur.
Christin ist auf Signal erreichbar. Wende dich dafür über das Kontaktformular an sie, um ihre Kontaktdaten zu erhalten.
Und jetzt?
Wenn du bisher noch auf Facebook, Twitter, Instagram, Youtube oder WhatsApp unterwegs bist – kein Vorwurf. Der Absprung fühlt sich nach Verlust an, weil die Gemeinschaft dort groß ist und der Komfort hoch. Aber dieser Komfort hat einen Preis, der jeden Tag größer wird.
Christin hat ihn gezogen. Und die Erfahrung zeigt: Die Luft ist tatsächlich freier dort.
Wer die Hintergründe zu dieser Entscheidung tiefer verstehen möchte, dem seien Christins Artikel empfohlen:
Die zerbrechlichen Ketten der Bequemlichkeit Der Digitale Exitus: Warum Europa jetzt die Ketten sprengen muss